Kärt Ruubel

Die estnische Pianistin Kärt Ruubel wurde 1988 in Tallinn geboren und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von 6 Jahren von Kersti Sumera am dortigen Musikgymnasium. Sie begann ihr Studium in der Klavierklasse von Mati Mikalai an der Akademie für Musik und Theater ihrer Heimatstadt und studiert nun seit 2008 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Prof. Matthias Kirschnereit und Prof. Stephan Imorde. Ihre musikalische Ausbildung wird komplettiert durch weitere künstlerische Impulse von Bernd Goetzke, Martin Roscoe, Julian Steckel, Arbo Valdma, Karl­Heinz Kämmerling und Dmitri Alexeev. Die Auseinandersetzung mit dem Schaffen Johann Sebastian Bachs ist ihr ein großes Herzensanliegen und besonders die Arbeit und der bereichernde Ideenaustausch mit der Pianistin Angela Hewitt prägten sie dabei sehr und ließen jene zu einer ihren wichtigsten Mentorinnen werden. Kärt ist Preisträgerin der wichtigsten nationalen Wettbewerbe ihres Landes. Sie gewann den ersten Preis beim nationalen Klavierwettbewerb für junge Pianisten in Tallinn, sowie beim Chopin-Wettbwerb in Narva. Zudem wurde sie 2010 in Deutschland mit dem DAAD­Preis ausgezeichnet. Sie ist Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter­Stiftung, der Horst Rahe­Stiftung und seit 2014 Trägerin des Concerto­Musikstipendiums der Alfred Toepfer­Stiftung F.V.S. Als Solistin konzertierte sie mit Orchestern wie der Norddeutschen Philharmonie Rostock, dem City of Pärnu Symphony Orchestra und dem Philharmonischen Orchester Vorpommern. Seit früher Kindheit ist die Kammermusik ihre große Leidenschaft. Im Duo mit ihrer Zwillingschwester und Geigerin Triin und als Kammermusikerin in verschiedenen Besetzungen gastierte sie bei renommierten Festivals wie den Festspielen Mecklenburg­Vorpommern, dem Usedomer Musikfestival, dem Herbst­Festival und dem 'Klaver'­Festival Tallinn, dem Hohenloher Kultursommer, dem 'Brücken'­Festival für Neue Musik Rostock, den Sommerkonzerten Nordrügen, dem Niestetaler Klavierfestival und den Gezeitenkonzerten Ostfriesland. Darüber hinaus dokumentieren Rundfunkaufnahmen für den NDR mit dem Cellisten Florian Schmidt-Bartha und für BR ihr künstlerisches Schaffen. Kärt Ruubel ist Gründungsmitglied des 'neophon ensembles', mit welchem sie sich intensiv und mit großer Hingabe der Musik der Gegenwart und der Interpretation der akustischen Vision der aktuellen Komponistengeneration widmet und arbeitete dabei mit bedeutenden Komponisten wie Jörg Widmann, Wolfgang Rihm, Marc Sabat und Peter Ruzicka zusammen.